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Umwelt 2010 Eckernförde im Rahmen des
Jubiläums der Stadtwerke Eckernförde

am 28. und 29. August 2010
in der Stadthalle

Energie, Bauen & Wohnen

 

 
    
Grußwort zur Veranstaltung „Energie, Bauen und Wohnen“ der Stadtwerke Eckernförde GmbH
 

Energie einsparen und Energieeffizienz steigern
 
Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz sind wichtige Maßnahmen zur Stabilisierung der realen Konsumausgaben und zum Klimaschutz: Energie, die nicht benötigt wird, muss nicht erzeugt und von den Verbrauchern nicht bezahlt werden. Energieeinsparung und Energieeffizienz dämpfen somit den Anstieg der Energiekosten. Zugleich entfällt die Freisetzung von klimaschädlichem CO2 soweit fossile Brennstoffe eingespart werden. 

Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz auf Bundesebene sind u.a. der Emissionshandel und Energiesteuern. 

Bereits seit Ende der 80er Jahre hat Schleswig-Holstein durch die breite Einführung des Niedrig-Energie-Haus (NEH)-Standards massiv die Heizenergieeinsparung unterstützt. Der Neubaustandard der aktuellen Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) auf Bundesebene entspricht erst seit 2009 etwa dem schleswig-holsteinischen NEH-Standard. 

Bis einschließlich 2009 wurden im Rahmen der Landesinitiative Wärmeschutz von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, Kiel verschiedene Einzelprojekte des Energiesparens durchgeführt. Dazu zählten z.B. die Informationsarbeit auf der jährlich stattfindenden Messe Nordbau, Ausstellungen zum Thema Energiesparen sowie sogenannte Energiespar-Tools, mit deren Hilfe Bauherren Erstberatung erhalten („Energie-Visitenkarte“). 

Die Landesregierung trägt Energieeffizienz und -einsparung auch künftig Rechnung. Angesichts der Haushaltslage muss auf Landesprogramme zur allgemeinen Förderung von Energieeinsparung und Effizienz verzichtet werden. 

Mit dem Aktionsplan Klimaschutz 2008 und dem Klimaschutzbericht 2009 hat die Landesregierung den strategischen Ansatz beschlossen, bestehende Förderungenverstärkt für den Klimaschutz zu nutzen. 

Energieeinsparmaßnahmen werden weiterhin auf Bundesebene gefördert, z.B. über die KfW und vor allem über das Konjunkturpaket II und die Wohnungsbau- und Städtebauförderung. 

Die Städtebauförderung unterstützt die Bestandsentwicklung innerstädtischer und zentrumsnaher Quartiere im Sinne des Klimaschutzes. Dies erfolgt z.B. durch die Konzentration der Siedlungsentwicklung, die städtebauliche Innenentwicklung, die Verstärkung der Funktionsmischung und die Reduzierung der Flächenversiegelung durch Brachflächenrecycling. Die Wohnraumförderung fördert Maßnahmen der Bestandsmodernisierung, sowie Quartiersmodernisierung und energieeffizienten Wohnungsneubau im Rahmen der sozialen Wohnraumversorgung und als Beitrag der Stadt- und Siedlungsentwicklung. Der Klimapakt als eine Vereinbarung der wohnungswirtschaftlichen Verbände und der Grundeigentümerverbände mit dem Innenministerium zur CO2-Einsparung im Handlungsfeld Bauen – Wohnen – Stadtentwicklung sorgt für die Umsetzung von konkreten Maßnahmen und zielt auf die Verbesserung des Investitionsklimas. 

Zielgruppe der Energieeffizienz-Initiative des Landes sind Kommunen mit ihrer öffentlichen Vorbildfunktion. Ein zentraler Baustein für eine umfassende Initialberatung der öffentlichen Hand ist im Rahmen der Initiative der Aufbau eines referenzfähigen kommunalen Energiecontrollings. Neben dem Ausbau der gekoppelten Kraft-Wärmenutzung (KWK) und der folgenden Errichtung von Wärmenetzen soll über die effiziente Nutzung lokaler Ressourcen und die Wertschöpfung vor Ort informiert werden. Insbesondere wird im Rahmen der Initiative auf das umfangreiche Förderangebot des Bundes für energieeffiziente Maßnahmen in Kommunen hingewiesen und werden standardisierte Beratungsangebote vorgehalten. Ziel der Initiative ist es darüber hinaus auch, kleinere und mittlere Unternehmen durch branchenspezifische Gruppenberatung über die vielfältigen Möglichkeiten bei Energieeinsparung, Energieeffizienzsteigerung und den wirtschaftlichen Einsatz rationeller und regenerativer Energietechniken zu informieren. 

Ziel der Landesregierung ist ein Anteil von Strom aus KWK am Stromverbrauch von 25 Prozent bis 2020. 

Seit 2007 veranstaltet die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein eine Energie- Olympiade um die besten kommunalen Projekte zur Energieeffizienz. Rund 130 Projekte wurden bisher eingereicht. Erstmals 2009 wurden Preise in der Disziplin 100% Erneuerbare-Energien- Kommune vergeben. Dabei waren neben der Erzeugung gerade auch Energieeinsparung und Energieeffizienz wesentliche Faktoren. Durch diese neue Kategorie soll das Engagement für Energie und Klimaschutz der Kommunen in Schleswig-Holstein aufgegriffen und durch gute Beispiele beflügelt werden. 

Demnächst wird die Landesregierung ihr Konzept zur Auswahl und Förderung einer Modellregion zur Erprobung dezentraler Energieversorgungsstrukturen, der Kraft-Wärme-Kopplung sowie zur Entwicklung kommunaler Energiekonzepte vorstellen. 

Am 28. und 29. August 2010 wird die Messe Umwelt 2010 anlässlich des 150-jährigen Bestehens und des 80-jährigen Bestehens der Wasserversorgung in Eckernförde stattfinden. Ich wünsche der Veranstaltung als Schirmherr große Aufmerksamkeit und den Ausstellern viele Besucher und einen großen Erfolg. 

Jost de Jager (CDU)
Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein

 
Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Eckernförde, Jörg Sibbel
 

Alle Welt spricht vom Klimaschutz. Der CO2-Anstieg, die Meereserwärmung, die Gletscher­schmelze und der Treibhauseffekt haben schon lange Eingang in den allgemeinen Sprach­gebrauch gefunden. Kaum jemand stellt die Notwendigkeit verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur und den Ressourcen in Frage, denn wir können und wollen die Probleme nicht unseren Kindern und Enkeln zuschieben.  

Wir haben das Wissen, wie wir unser Verhalten ändern müssen, um die „von unseren Kindern geborgte“ Erde nicht allzu beschädigt zurückzugeben. Viele Technologien für effizienteren Energieeinsatz wurden entwickelt und erprobt, und ihre wirtschaftliche Bedeutung steigt permanent. Wir haben viele Gesetze und Vorschriften, die nachhaltiges und zukunftsfähiges Handeln sicherstellen sollen und konnten durchaus Erfolge verbuchen, wie beispielsweise bei der Reduktion der das Waldsterben verursachenden Emissionen.  

Dennoch müssen wir feststellen, dass trotz der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien und eines effizienteren Energieeinsatzes der gesamte Energieverbrauch immer noch steigt. Dies gilt nicht nur weltweit, sondern auch bei uns. Der Wechsel von der Glühbirne zur LED-Lampe nützt nichts, wenn diese dafür den ganzen Tag brennt. Bei Fernsehgeräten wird verbesserte Technik durch größere Bildschirme energetisch aufgehoben. Die Zahl von mit Batterien oder Akkus betriebenen Geräten nimmt ständig zu, obwohl die Energieverluste hoch und Nützlichkeit oder Notwendigkeit vieler Geräte fraglich sind.  

Es hängt letztlich vom Handeln jedes einzelnen Menschen ab, ob wir uns in der Art, wie wir mit unserer Erde umgehen, letztlich als vernunftbegabte Wesen beweisen können. Deshalb verfolgt die vielfach für ihre Umweltfreundlichkeit ausgezeichnete Stadt Eckernförde bereits seit mehr als 25 Jahren konsequent das Ziel, die Natur zu schützen, möglichst umwelt­schonend zu agieren und ihre Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen. Dazu ist umfassende Information unerlässlich, wie sie schon vor Jahren mit den Energie- und Wärmeschutztagen oder im Rahmen des Pilotprojektes „Eckernförder Tarif“ angeboten wurde.  

Die Eckernförder Umweltmesse 2010 ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, über Verbesse­rung des Wissensstandes und den Aufbau von Kontakten zwischen Interessenten und Fach­firmen unnötige Belastungen unserer Umwelt  zu vermeiden. Nutzen Sie die Gelegenheit, zu erfahren, wie Sie etwas für die Umwelt und gleichzeitig für Ihren eigenen Geldbeutel tun können!  

 
Grußwort für die "Umwelt 2010 Eckernförde"
 
Eckernförde nimmt im Bereich Umweltschutz und auch nachhaltige Energienutzung seit mehreren Jahrzehnten einen führenden Platz in Schleswig-Holstein ein. Deutlich wird dies an der Auszeichnung wie beispielsweise "Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz", an mehreren zukunftsweisenden Projekten wie der Nutzung von Knickholz für die Versorgung eines Stadtteils mit Heizenergie und nicht zuletzt an dem Technik- und Ökologiezentrum Eckernförde, das von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde betrieben wird. Dieses nunmehr fast 15 Jahre alte Gebäude ist auch heute noch viel besuchtes Ziel von Menschen, die sich dafür interessieren, wie ökonomische Entwicklung im Rahmen eines ökologischen Gesamtkonzeptes funktioniert. Mittlerweile haben zahlreiche Firmen, unter anderem aus Branchen der Nachhaltigkeit, das TÖZ verlassen und sich überwiegend in Eckernförde angesiedelt. Die freiwerdenden Flächen konnten meist zügig wieder belegt werden, sodass das TÖZ mit seiner ökologischen Ausrichtung nicht nur eines der erfolgreichsten Technologiezentren Schleswig-Holsteins ist, sondern die "Umwelt 2010 Eckernförde" thematisch hervorragend ergänzt.

Mit der Messe "Umwelt 2010 Eckernförde" knüpfen die Stadtwerke an ihre jahrelang mit großem Erfolg durchgeführten Eckernförder Energiemessen an. Die Besucherinnen und Besucher können sich erneut über regenerative Energien informiert, von der Photovoltaik über die Geothermie bis zur Holzpellets-Heizung. Sie erhalten zahlreiche konkrete Vorschläge dafür, wie kostbare Energie oft durch einfache Maßnahmen eingespart und somit die CO2-Bilanz positiv beeinflusst werden kann.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft begrüßt die Initiative der Stadtwerke, engagiert sie sich doch selbst seit ihrem Bestehen für nachhaltige Energienutzung und Klimaschutz im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Wir haben zu diesem Thema zahlreiche Veranstaltungen organisiert und setzten uns sehr dafür ein, dass sich Firmen aus den betreffenden Branchen im Kreisgebiet ansiedeln oder sich, wenn sie hier bereits tätig sind, möglichst dynamisch entwickeln.

Mit der "Umwelt 2010 Eckernförde" wird jetzt ein weiterer Meilenstein für eine nachhaltigere Energienutzung in unserer Region gesetzt.

Wir wünschen dieser und den hoffentlich noch kommenden Messen viel Erfolg, insbesondere zahlreiche Besucher.

Dr. Gerald Gehrtz
Geschäftsführer Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde mbH

 

 

    


 

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